VW-Vorstandskonzept im Aufsichtsrat gescheitert, Sparpläne unter Diskussion
Oliver Blume, der Chef von Volkswagen (VW), hat offenbar mit seinem vorgelegten Sparbeschluss im Aufsichtsrat gescheitert. Die Abstimmung fand mit sieben zu zwölf Stimmen statt und wurde verloren, da das Land Niedersachsen und die Arbeitnehmervertreter dagegen gestimmt haben. Der VW-Konzern äußerte sich dazu zunächst nicht.
Es wird berichtet, dass die Sparpläne (sogenannte „Group Target Picture“) an zu vielen Stellen unscharf seien und zu viele Informationen fehlen würden, um die Umsetzbarkeit der Vorstandspläne beurteilen zu können. Die Situation sei laut Konzernkreisen sehr angespannt, da alle Beteiligten bewusst sind, dass weitreichende Veränderungen nötig seien. Ein Insider der Süddeutschen Zeitung (SZ) meinte, dass Blume als Tiger gestartet und noch im Sprung zum Bettvorleger geworden sei, und fragt sich, als was er landen werde – möglicherweise als Stofftier.
Das Land Niedersachsen habe einen alternativen Vorschlag vorgelegt, mit dem der Aufsichtsrat Handlungsfähigkeit beweisen und eine gemeinsame Stellungnahme abgeben könnte. Allerdings haben die anderen Vertreter der Aktionäre diesen Vorschlag abgelehnt. Die Zukunft des Sparkonzepts und der zukünftige Weg von VW hängt nun davon ab, wie Oliver Blume und seine Team weiter vorgehen werden.
Es bleibt zu sehen, ob es gelingt, einen Kompromiss zu finden oder ob weitere Verhandlungen notwendig sind.
