1 min read

Deutsche in der Schweiz: Auswanderungstrends und Arbeitsmarktbedingungen

Die Schweiz ist ein beliebtes Auswanderungsziel für deutsche Arbeitnehmer, mit rund 325.000 Deutschen lebend dort Ende 2024, wobei sie nach Italienern die zweitgrößte ausländische Gruppe bilden. Die Zuwanderung richtet sich vor allem auf gut ausgebildete Fachkräfte, insbesondere in akademischen Berufen, dem Gesundheitswesen und Ingenieurberufen. Hauptsächliche Anreize sind höhere Löhne, eine stabilere Wirtschaft mit niedrigen Arbeitslosenquoten (2024: 2,4 %) sowie die schnelle Übernahme von Verantwortung.

Für den Umzug sollten Pläne und Formalitäten frühzeitig geplant werden, da Wartezeiten für Wohnungen in urbanen Zentren mehrere Monate betragen können. Das Lohnniveau in der Schweiz beträgt im Mittel 6.788 Franken pro Monat, mit höhere Werte in Branchen wie Pharma, IT und Finanzdienstleistungen. Lebenshaltungskosten sind jedoch spürbar über dem deutschen Niveau, insbesondere in Zürich und Zug, wo eine Zweizimmerwohnung im Mittel mehr als 2.000 Franken monatlich kostet.

Die Krankenversicherung wird als Kopfprämie erhoben, unabhängig vom Einkommen. Das Steuersystem gliedert sich in Bund, Kanton und Gemeinde, was die tatsächliche Belastung stark von der Wohnortwahl abhängig macht. Besonders hohe Nachfrage gibt es im Gesundheitswesen, wo der zusätzliche Bedarf bis 2030 über 40.000 Pflegepersonen betragen soll.

Auch MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zeigten anhaltende Engpässe, wie der Fachkräftemangel-Index der Adecco Group und der Universität Zürich zeigt.