Bundesärztekammer fordert umfassende Steuererhöhungen für gesundheitsgefährdende Produkte
Die Bundesärztekammer begrüßt die Pläne der Bundesregierung zur Besteuerung von Tabak- und Nikotinprodukten, Alkohol und zuckerhaltigen Getränken. Der Vorstand der Bundesärztekammer betont jedoch, dass die aktuellen Maßnahmen zu sparsam sind und nicht konsequent genug umgesetzt werden. Sie fordern eine Erweiterung der Besteuerungsmaßnahmen auf alle alkoholischen Getränke, einschließlich Wein und Bier, um Ausweichstrategien zu verhindern und den Gesamtkonsum zu senken.
Zudem müssten Liquids für Einweg-E-Zigaretten und Pod-Systeme mit höheren Steuern belegt werden, um deren Attraktivität für Kinder und Jugendliche zu verringern. Die Ärzteschaft fordert zudem eine stärkere Gesundheitsaufklärung, umfassende Werbe- und Marketingbeschränkungen sowie politische Rahmenbedingungen, die gesundheitsförderliche Entscheidungen erleichtern. Einnahmen aus gesundheitsbezogenen Verbrauchsteuern sollten konsequent für gesundheitspolitische Zwecke eingesetzt werden, nicht allein der Haushaltskonsolidierung dienen.
