1 min read

Wirtschaftswissenschaftler kritisiert Steuerentlastung und fordert Investitionsanreize

Der langjährige Wirtschaftsprofessor Peter Bofinger kritisiert die von der Koalition beschlossene Steuerentlastung mit zehn Milliarden Euro im Jahr 2027 als zu gering, da sie nur ein Viertel des Bruttoinlandsproduktes betrage und zum Teil nur die kalte Progression ausgleiche. Bofinger argumentiert, dass diese Maßnahme kein Wachstumstreiber sei und fehlende Investitionsanreize für Unternehmen bedrohten. Er kritisiert den Investitionsbooster der Regierung von 2025 als Fehlgriff, da er zu hohen Einnahmeausfällen für öffentliche Haushalte führe und für Unternehmen lediglich einen zinslosen Kredit sei.

Bofinger fordert stattdessen eine Investitionsprämie für Unternehmen mit ausgeweiteten Investitionen. Zudem kritisiert er die Verpflichtung zur Krankschreibung ab dem ersten Tag als „Bürokratiemonster“. Dennoch bewertet er positiv die Idee einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft, da das Wohnungsproblem für viele Menschen zentral sei und es höchste Zeit sei, dass die Politik aktiv werde.