Allianz-Chef fordert Reformen im Gesundheits- und Sozialsystem
Oliver Bäte, Chef von Allianz Deutschland, hat in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ mehr Kapitaldeckung in der Gesundheitsversorgung und eine umstrukturierung der Krankenversicherungsfinanzen gefordert. Er argumentiert, dass das Umlagesystem auf Dauer nicht finanzierbar sei und vorschlägt drastische Einsparungen, bessere Steuerung und weniger Missbrauch im Gesundheitswesen zur Finanzierung. Bäte fordert zudem mehr Eigenverantwortung der Bürger, insbesondere in Bezug auf Vorsorgeuntersuchungen.
Er kritisiert den Kündigungsschutz für Spitzenverdiener und die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung bei hohen Einkommen. Darüber hinaus mahnt Bäte an weitere Reformen im Sozialsystem, da Deutschland in den vergangenen Jahren viel leisten konnte, aber nun eine „Party“ beendet sei. Er betont, dass das Land zu wenig für Menschen kümmere, die wirklich Schutz brauchen, was er als „Zeitbombe für die Demokratie“ bezeichnet.
