Täter im Hintergrund: Aggressive Drohungen eines Vaters während Kindesbehandlung
Der mutmaßliche Täter der tödlichen Schüsse in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade zeigte bereits Monate zuvor bedrohliches Verhalten gegenüber Ärzten der Medizinischen Hochschule Hannover. Anfang April wurde ein Baby wegen des Verdachts auf ein Schütteltrauma behandelt, wobei der 45-jährige Vater in den Fokus der Ermittlungen geriet. Am 22. April erschien er in äußerst aggressivem Zustand und drohte die behandelnden Mediziner, falls seinem Kind etwas passieren würde.
Eine weitere E-Mail am 5. Mai beinhaltete Beschimpfungen der Ärzte. Obwohl das Verfahren wegen Bedrohung eingestellt wurde, bestätigte die Staatsanwaltschaft Hannover, dass keine strafrechtlich relevante Bedrohung vorlag.